IP - DVR nennt man digitale Videorekorder, welche für den Empfang und die Verarbeitung von IP-Videosignalen konstruiert sind.
Eine grundlegende Neuerung für die Videoüberwachung war die erste digitale Kamera, welche von der Firma Sony 1981 entwickelte wurde. Trotzdem dauerte es noch bis 1999, bevor die ersten Netzwerkkameras aufkamen. Diese übermittelten erstmals schon fertig komprimierte Bilder in digitaler Form direkt über ein Computer-Netzwerk zu einem Standard-Webbrowser. Dadurch konnten die aufgenommenen Bilder direkt auf einem PC betrachtet werden, es war kein zusätzlicher Monitor mehr erforderlich. Die weltweite Etablierung von Standards für Netzwerke und Bildkomprimierung wie Transmission Control Protocol / Internet Protocol (TCP/IP) und Joint Photographic Experts Group (JPEG) hat dazu beigetragen, dass sich Netzwerkkameras mittlerweile durchgesetzt haben und immer häufiger zum Einsatz kommen.
Einleitend ein wenig technischer Hintergrund zu IP-Technologien:
Ein IP- DVR besteht immer aus einer Hardwareplattform auf PC-Basis mit Netzwerkanbindung.
Der Empfang der Videosignale erfolgt über die Netzwerkanbindung, das heisst, die Signale werden in schon komprimierter Form von der IP-Kamera oder dem externen IP-Server über das Netzwerk versandt und vom PC nurmehr empfangen und verarbeitet. Die Komprimierung im PC ist dadurch nicht mehr erforderlich.
Die meisten IP-Kameras und IP-Server arbeiten bei einem PAL-System mit einer maximalen Bildrate von 25 Bildern pro Sekunde. IP-Server bieten die Möglichkeit des Anschlusses von meist bis zu 4 analogen Kameras. Der IP-Server übernimmt dann die Digitalisierung und Kompression der einzelnen Videosignale und wandelt die Daten in ein TCP/IP fähiges Protokoll um, wodurch der Transfer der Daten über TCP/IP - Netzwerke ermöglicht ist. Gegeben durch die einzelne Signalverarbeitung in IP-Kameras entfällt hier ein Multiplexverfahren der Eingangssignale und es können die angegebenen Bildraten voll genutzt werden. Bei IP-Servern, abhängig von der Type und Funktionsweise, kann dies differieren - hier kann eventuell auch ein Multiplexverfahren für die Verarbeitung von mehreren Eingangssignalen zur Anwendung kommen, Verluste sind dann nicht auszuschließen.
Abhängig von der Netzwerkbandbreite und der zu übertragenden Dateigrößen kann man dann auf dem Empfangscomputer die Videodaten nahezu verlustfrei verarbeiten und betrachten.
Da die Netzwerktechnologie in großen Schritten voranschreitet sind bei der Möglichkeit des Signalempfanges nahezu keine Grenzen gesetzt, es Bedarf immer nur der richtigen Netzwerkkomponenten um auch weit entfernte Kameras in das System einzubinden.
Bei dem gesamten “Video-Netzwerk” ist bei der Auswahl der Komponenten stets darauf zu achten, dass hochwertige Komponenten mit möglichst hohen Bandbreiten eingesetzt werden. Ein Netzwerk ist immer nur so schnell, wie seine schwächste Komponente. Natürlich ist auch der Einsatz von WLAN Komponenten möglich.
Wir bieten hier gerne die Möglichkeit an, die WLAN-Technologie zu verwenden. Eine ausführliche Erklärung hierzu entnehmen Sie bitte bei LAN / WLAN.
Die IP-Kameras und die IP-Server können mit den verschiedensten Kompressionsverfahren und Videoalgorythmen arbeiten, dies ist immer abhängig vom Hersteller. Aber auch hier sind das Kompressionsverfahren und der Videoalgorythmus ein Maß für die Bildqualität. In den meisten Fällen werden die Verfahren MPEG4, MJPEG und immer öfters auch H.264 eingesetzt.
Die von uns verwendete Software Axxon Smart Pro arbeitet in der IP-Version mit der Möglichkeit der Decodierung des von der Kamera gelieferten Videoalgorythmus, dies bedingt, dass die zu empfangenden Komponenten als Protokoll in das System integriert sind. Deswegen ist bei Auswahl einer IP-Anlage mit Axxon Smart Pro oder Axxon Intellect Enterprise immer auf die unterstützten Protokolle zu achten.
Unabhängig von den verwendeten Komponenten bleiben natürlich die Qualität und vor allem die Einfachkeit in der Bedienung stets erhalten.
|